Wiener gründen Sharing-Plattform für Wochenendhäuser

Almhütte oder Haus am See: Vermietung von Freizeitimmobilien als Geschäftsmodell.

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Almhütte oder Haus am See: Vermietung von Freizeitimmobilien als Geschäftsmodell.

Eine eigene Almhütte – das wäre doch was! Diese Idee hatten die beiden Freunde Alexander Schuch und Felix Woldt vor einiger Zeit. Aus der Idee wurde rasch ein Geschäftsmodell: Weshalb nicht Freizeitimmobilien, die sonst viele Wochen leer stehen, vermieten? Die beiden haben daher eine Sharing-Plattform namens reposée gegründet, über die Wochenendhäuser, Almhütten und andere Objekte für die Ferien oder das Wochenende vermittelt werden sollen. Derzeit läuft die Programmierung, noch im Frühjahr soll die Plattform starten. Derzeit checken die beiden mittels einer Online-Umfrage noch die genauen Bedürfnisse potenzieller Nutzer ab. Das Schlagwort: Freizeitimmobilien für alle.

Besitzer und Mieter verkuppeln

Die Zielgruppen ihrer Plattform sind erstens Besitzer von Freizeitimmobilien. „Die haben die Freizeitimmobilien oft geerbt oder vor langer Zeit gekauft, nützen diese aber kaum“, sagt Schuch. Laut den vorläufigen Ergebnissen der Umfrage nutzt nicht mal ein Drittel der Besitzer die Immobilie regelmäßig. Zweite Zielgruppe sind jene, die gerne ein Wochenendhaus hätten, aber flexibel bleiben wollen oder das für einen Kauf notwendige Kapital nicht in die Hand nehmen wollen. Die beiden sollen sich dann via reposée finden und das Haus dann gemeinsam für eine Saison oder für ein Jahr nutzen. „Das funktioniert etwa nach dem Prinzip: Zwei Wochen du, zwei Wochen ich“, erläutert Schuch. Die Vorteile: Besitzer können Ihre Immobilie weiterhin nutzen, verdienen aber gleichzeitig Geld und haben zumindest Betriebskosten drinnen. Und Mieter brauchen nicht in den Kauf einer Immobilie investieren und bleiben bei der Auswahl der Urlaubsorte flexibel. „Im Sommer das Wochenendhaus am See, im Winter die Berghütte in der Schiregion – so läuft das“, sagt Schuch.

Vermittlungsgebühr

Alexander Schuch ist seit 20 Jahren im Online-Business tätig, Felix Woldt kommt aus der Finanzwelt sowie dem Bereich Hospitality-Services. Verdienen wollen die beiden über eine prozentuale Vermittlungsgebühr, die nur bei Geschäftsabschluss fällig wird; Einstellen einer Immobilie und Anlegen eines Nutzerprofils sind kostenlos. Auch wegen des ähnlichen Designs der (vorläufigen) Website fallen die Parallelen zu AirBnB auf; dieser Vorreiter des Sharings ist ja bei vielen Projekten ein Vorbild. AirBnB sei etwas ganz Anderes, argumentiert Schuch. Bei Airbnb gehe es primär um die Vermittlung von Urlaubsunterkünften für den jährlichen Sommer- oder Winterurlaub bzw. Städtetrip. „Außerdem muss ich bei Airbnb immer zu hundert Prozent die Unterkunft mieten, dementsprechend auch zu hundert Prozent bezahlten.“ Bei reposée könne der Besitzer die Immobilie hingegen weiterhin benutzen, obwohl sie vermietet ist. „Dies passiert, indem das Objekt wochenweise über das Monat gesehen aufgeteilt wird.“ Dadurch koste es dem Mieter auch weniger, da er nicht für das ganze Monat bezahlen muss, er aber trotzdem für eine Saison oder Jahr in den Genuss eines Wochenendhauses komme. (rp)

Bild oben: Screenshot der Website von reposée, die gerade in Ausarbeitung ist.