Sind "Digitale Natives" naiv?

Laut einer Google-Studie ist jüngeren Internet-Nutzern die Sicherheit oftmals egal.

Recent Posts

Laut einer Google-Studie ist jüngeren Internet-Nutzern die Sicherheit oftmals egal.

Digital Natives – auch so ein Begriff, der alles und nichts heißen kann. Prinzipiell sind damit die 13- bis 30jährigen gemeint, weil die ja schon mit dem Internet und digitalen Spiel- und Werkzeugen aufgewachsen sind. Ganze Heerscharen von Beratern sind in den Unternehmen unterwegs, um den „Alten“ den Umgang mit diesen „Jungen“ zu erklären (und umgekehrt). Dabei sind das doch einfach alles nur Menschen, sollte man meinen.

Eine Studie von Google zeigt nun jedenfalls, dass gerade diese Altersgruppe wenig Gedanken an die Sicherheit verschwendet: Ein Großteil zeige wenig Sicherheitsbewusstsein, wenn es um den Schutz der Internet-Konten geht, so die Kernaussage dieser Studie – diese wurde bei Personen zwischen 13 und 30 in neun europäischen Ländern, unter anderem Österreich, durchgeführt. Allerdings fehlen Vergleichswerte aus anderen Altersklassen – es könnte also durchaus sein, dass die mittelalterlichen User ebenso fahrlässig sind und dass die Omas und Opas noch unvorsichtiger agieren, wenn sie Kukident bestellen oder die nächsten Kreuzfahrtreise.

Passwort: Passwort

Immerhin sind einige Erkenntnisse der Studie ganz interessant: So hat in Österreich bereits jeder zweite Jugendliche sein Passwort an jemanden aus dem Freundes- oder Familienkreis weitergegeben. Auch wenn es um Passwörter geht, werden die Warnungen in den Wind geschlagen: Mehr als die Hälfte nutzt dasselbe Passwort für einige oder die meisten der Online-Services. Und jeder/jede Zwanzigste/r verwendet das Passwort „Passwort“. Wenn es um die Zwei-Faktor-Authentifizierung geht, ist Österreich gar Schlusslicht. Kein Wunder: Hierzulande ist die Angst, Opfer einer Hackerattacke zu werden, so niedrig wie nirgendwo anders.

Bild: Rawpixel