Tschechisches Start-Up Flatio expandiert nach Wien

Mehrmonatige Vermietung von Wohnungen: Flatio startet seine Europa-Expansion in Österreich.

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Mehrmonatige Vermietung von Wohnungen: Flatio startet seine Europa-Expansion in Österreich.

AirBnB wächst allen Widerständen zum Trotz und hat bereits unterschiedliche Nachahmer gefunden – an allen Ecken und Enden sprießen Vermieter von Räumlichkeiten aus dem Boden. Das Geschäft selbst ist ja nicht neu, doch nach dem Vorbild des US-Konzerns sollen nun einfache Buchung und gute Darstellung im Internet im Vordergrund stehen.

Ein nur auf den ersten Blick ähnliches Geschäftsmodell hat das tschechische Start-Up Flatio: Es bietet Wohnungsvermietungen für mehrere Monate an. Soeben ist Wien als erster Standort außerhalb der Heimat dazugekommen. Vor rund einem Jahr haben die Tschechen in Prag und Brünn mit ihrem Angebot begonnen. Dabei habe sich gezeigt, dass das Interesse an einer Mietdauer zwischen einem und sechs Monaten hoch sei, heißt es in einer Aussendung des Unternehmens. Kunden seien vor allem Studierende, internationale Manager oder Menschen, die wegen der Renovierung der eigenen Bleibe mittelfristig eine andere Wohnung benötigen.

Expansion in ganz Europa

„Wir sind nicht einmal ein Jahr am Markt und konnten innerhalb von Prag mehr als 13.000 Übernachtungen vermitteln“, sagt Radim Rezek, Gründer und CEO von Flatio. Ziel sei es, in den kommenden Jahren in ganz Europa zu expandieren; Wien sei der ideale Start für eine Internationalisierung, da es sowohl räumlich als auch von der Mentalität „nahe ist“. Wohnungseigentümer könnten bei einer Zusammenarbeit um ein Viertel höhere Mieteinnahmen als bei langfristigen Vermietungen lukrieren. Wichtiger Bestandteil der Expansion sollen einfach Online-Services sein, so wird eine Web-Applikation angeboten, über die Mieter und Vermieter kommunizieren können. Der Mieter kann darüber seine Miete online mit Karte bezahlen oder Mängel bekanntgeben. Bei einem Blick auf die Website von Flatio fällt auf: AirBnB war als Vorbild allgegenwärtig. Was nicht negativ sein muss.

Bild: Screenshot flatio.at / 17 01 2017