Crowdfunding für das Klima

Plattform Crowd4Climate für Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern geht an den Start.

Recent Posts

Plattform Crowd4Climate für Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern geht an den Start.

Das Geld nicht am Sparbuch versauern lassen, sondern in etwas Sinnvolles stecken – das wollen bekanntlich immer mehr Menschen. Nun gibt es eine weitere Möglichkeit, etwas Gutes mit dem sauer Verdienten oder sonstwie Erworbenem zu tun: Eine neue Crowdfunding-Plattform will Kleinanlegern die Möglichkeit geben, in Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern zu investieren: „crowd4climate.org“ lautet der (logische) Name. Entwickelt wurde das Ganze von der Ögut (Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik) in Zusammenarbeit mit der Energy Changes Projektentwicklungs GmbH; die beiden haben die gemeinsame Betreibergesellschaft crowd4projects GmbH gegründet. Als Unterstützer konnte laut Ögut-Angaben das Umweltministerium gewonnen werden.

Über die Plattform sollen nur Projekte finanziert, die entsprechende Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, das sind soziale und ökologische Standards. Zahlreiche Projekte in Entwicklungsländern seien in der Lage, Erlöse zu erwirtschaften und investierte Gelder zurückzuzahlen, wird Gottfried Heneis, Geschäftsführer von Energy Changes und Geschäftsführer von crowd4projects GmbH, in einer Aussendung zitiert.

Die erste Kampagne ist bereits online: Es geht um die Anschaffung eines Solarcontainers für ein Dorf in Mali (Westafrika). Mit diesem soll die Umstellung auf Ökostrom ermöglicht werden. 175.000 Euro werden dafür benötigt, ab 250 Euro sind Anleger dabei. Projektträger ist die Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG aus Deutschland (hier ein Bericht in der FAZ über die Firma), die eine Rendite von sieben Prozent über acht Jahre verspricht. Wie üblich bei Crowdfunding-Projekten dieser Art ist das Risiko für Anleger erheblich - darauf wird auf der Website auch hingewiesen. Grundlage des Investments ist nicht nur sauberer, sondern auch billigerer Strom für die Einwohner von Niame: Statt wie bisher umgerechnet ein Euro pro kWh Strom aus dem (lauten) Dieselgenerator soll der Preis in Zukunft bei einem halben Euro liegen.