Zeitenwende für Grazer Start-Up

Timeular hat System zur einfachen Zeiterfassung entwickelt, neuer Online-Shop startet.

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Timeular hat System zur einfachen Zeiterfassung entwickelt, neuer Online-Shop startet.

„Es war uns klar, dass eine Software alleine nicht reicht, es braucht auch etwas Haptisches“, sagt Manuel Bruschi, einer der Gründer des Grazer Start-Ups Timeular. Die Geschäftsidee der insgesamt vier Gründer (drei Südtiroler, ein Deutscher): Zeiterfassung soll „einfach, effizient und verlässlich funktionieren", wie der Absolvent der TU Graz erklärt. Und das soll durch eine Kombination aus Soft- und Hardware ermöglicht werden, die besonders simpel zu bedienen sein soll.

Das neue Zeiterfassungssystem, das den Namen ZEI° trägt, besteht aus einem achtseitigen Würfel, der drahtlos mit dem Computer des Nutzers verbunden wird. Auf den acht Seiten des Würfels kann jeder nach Belieben seine Tätigkeiten – etwa: Meeting, Projektarbeit, Mittagspause, Brainstorming, etc. – festschreiben. Und die entsprechende Seite wird dann einfach nach oben gedreht, wenn man genau das tut. Die zugehörige Software am Computer oder auch am Smartphone erkennt via Bluetooth die aktuelle Stellung des Würfels, sobald dieser gedreht wird, beginnt die Zeitmessung für die neue Tätigkeit zu laufen. Das soll im Vergleich zu ähnlichen Systemen für eine reibungslose Aufzeichnung sorgen; die Nutzer müssen ihre Tätigkeiten nicht unterbrechen oder aufwändig mitschreiben, was sie wann getan haben. Laut Timeular-Aussendung würden Mitarbeiter üblicherweise jeden Tag zwischen 5 und 30 Minuten für die Zeiterfassung benötigen.

Auch für Freelancer gedacht

Die Timeular-Gründer wollen damit nicht nur große Unternehmen ansprechen, sondern auch Freelancer und junge Firmen haben ihrer Meinung nach Bedarf an solchen neuen Zeiterfassungssystemen. In dieser Woche wurde mit dem weltweiten Vertrieb via Internet begonnen; der neue Online-Shop bietet Rabatt gegenüber den offiziellen Verkaufspreisen an, heißt es (Hardware & Software um 115 Euro). Laut Firma gibt es bereits rund tausend Anfragen aus aller Welt.

Eine Kickstarter-Kampagne hatte im September 310.000 Euro eingebracht; seit kurzem sind die österreichische Pioneers Ventures und Enchant aus Singapur an der Firma beteiligt.