Innovationsindex: Österreich bei Neugründungen mangelhaft

Regulatorische Vorgaben wirken laut eines A.T.Kearney-Reports als Hürden.

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Regulatorische Vorgaben wirken laut eines A.T.Kearney-Reports als Hürden.

Gründer haben es in Österreich nicht allzu leicht - und diese Tatsache wirkt sich auch auf das Ergebnis des Landes in Sachen Innovationskraft aus. Das ist zumindest eines der Ergebnisse des "Global Innovation Index" des Beratungsunternehmen A.T. Kearney, der nun veröffentlicht wurde. Österreich landet dabei auf Rang 18, Nummer eins ist die Schweiz, Deutschland liegt auf dem zwölften Platz.

Anhand von 79 Indikatoren - von den Bildungs- und Forschungsausgaben über die IT-Infrastruktur bis zur Sicherheitslage - werden 141 Länder bewertet. Durchgeführt wird das Ganze von der französischen Business School Insead, der amerikanischen Cornell-Universität und der UN-Organisation "World Intellectual Property Organization".

Die Besonderheit Österreichs: Die Sicherheit bei Investitionen, die politische Stabilität und das Vertrauen in die rechtlichen Rahmenbedingungen sind positive Eigenschaften des Standorts. Andererseits sind es laut A.T. Kearney genau diese engen Grenzen, die Gründer behindern würden. Investitionen, so die Conclusio, sind zwar sicher, aber strenge regulatorische Vorgaben sind Hürden. Bei der Einfachheit einer Firmengründung findet sich Österreich nur auf Rang 82, weit hinter den meisten anderen europäischen Ländern. Ein Signal dafür ist auch die verhältnismäßig geringe Anzahl von Neugründungen im Ländervergleich. Als weitere Schwachstellen des Landes werden im Report außerdem die Zahl der beschäftigten Frauen und bei Investitionen die Marktkapitalisierung in Prozent des Bruttoinlandsprodukts gesehen.

Insgesamt finden sich 16 europäische Länder unter den Top-25, hinter der Schweiz landen Großbritannien und Schweden auf den Rängen zwei und drei.

Weitere Erkenntnisse des Innovations-Index: Der technologische Unterschied zwischen den führenden Wirtschaftsnationen und den nachdrängenden Staaten wird kleiner. Länder wie Armenien, China, Kenia und Vietnam sind bei Innovationen schon stärker als ihre Wirtschaftsdaten auf den ersten Blick zeigen würden. Sie werden im Report als "Outperformer" bezeichnet.

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Der komplette "Global Innovation Index"-Report ist hier als Download erhältlich.