Vergleichsplattform hukendu will Preistransparenz erhöhen

Ärger über hohe Rechnung war Motivation zur Gründung eines Online-Portals.

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Ärger über hohe Rechnung war Motivation zur Gründung eines Online-Portals.

Flughafentransfer, Reifenwechsel, Autoreinigung - die Preise für Dienstleistungen wie diese sollen auf einer neuen Plattform leicht zu vergleichen sein. hukendu.at nennt sich dieses Portal, der Name leitet sich von "who can do?" ab. Derzeit können Unternehmen und ihre Leistungen aus dem Raum Wien verglichen werden, eine geographische Ausweitung ist geplant.

Hinter dem neuen Portal stecken Markus Inzinger und Jan Königstätter, Geschäftsführer und Gesellschafter des auf Suchmaschinen-Optimierung spezialisierten Wiener Unternehmens Otago Online Consulting. Motivation für die Gründung von hukendu.at war der Ärger von Inzinger über ein Thermenservice, das teurer als erwartet war. "Transparenz im Voraus hätte da vor unliebsamen Überraschungen und hohen Kosten bewahren können", sagt Inzinger. Daher sei die Idee entstanden, das Vergleichen von Dienstleistungen und Preisen übersichtlich zu machen. Außerdem soll durch Empfehlungen das Finden von verlässlichen Anbietern erleichtert werden.

Bezahlen für Sonderstellung

Das Geschäftsmodell der hukendu-Gründer sieht vor, dass Unternehmen Premiumpakete buchen können, durch die sie "für ausgewählte Branchen und Leistungen vorgereiht und hervorgehoben" werden können, sagt Inzinger. Auch die Platzierung auf der Startseite sei möglich. Basiseinträge auf hukendu sind aber kostenlos, die Premiumeinträge sind indes ausführlicher und bieten mehr Infos. Die Einträge würden laufend gewartet werden, sodass Transparenz und Vergleichbarkeit gegeben sei, heißt es seitens des Unternehmens.

Bei solchen Vergleichsplattformen stellt sich immer die Frage, ob es wirklich zu einer objektiven Bewertung kommt, selbst wenn Unternehmen für Zusatzdienste bezahlen können. Die hukendu-Gründer verweisen darauf, dass Bewertungen auf ihrer Plattform "nur via Social Login über Facebook oder Google+" abgegeben werden können. Dadurch sei stets ersichtlich, aus welcher Quelle die Bewertung stammt. Zudem verfüge hukendu über ein internes Qualitätsmanagement, das sich laufend mit Bewertungen beschäftigt und gegen Spam vorgeht. Neben der Vergleichsmöglichkeit wurde auch ein "redaktioneller Bereich" aufgebaut, in dem es Information und Tipps gibt. Im Hintergrund werde die semantische Suche weiterentwickelt, um die Ergebnisse noch zu verbessern, sagt Inzinger.

Praxis-Check

Bei einem Check der neuen Plattform zeigt sich, dass derzeit rund 770 Anbieter gelistet sind. Die Anzahl der Bewertungen ist noch sehr überschaubar; das wichtige Kriterium der User-Bewertungen wird wohl erst bei steigender Popularität des Portals relevanter werden. Bei der Suche nach Dienstleistungen wie Flughafentaxi oder Gasthermen-Wartung gibt es recht gute Ergebnisse; auch bei einer Suche nach einem günstigen Tennisplatz stößt man auf einige interessante Angebote. Die Möglichkeit, direkt Preisanzeigen zu erhalten, könnte jedenfalls ein möglicher Vorteil der neuen Plattform sein. Nun bleibt abzuwarten, ob die kritische Größe an Anbietern und Usern erreicht werden kann.

Bild oben: Markus Inzinger (li.) und Jan Königstätter, Gründer des Portals hukendu.at (Bild beigestellt).