Start-Up entwickelt neues Rettungssystem für Wassersport

Deutsch-amerikanisches Start-Up baut Schutz gegen Ertrinken, Indiegogo-Kampagne hat großen Zuspruch.

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Deutsch-amerikanisches Start-Up baut Schutz gegen Ertrinken, Indiegogo-Kampagne hat großen Zuspruch.

Vor drei Jahren sei sein eigener Freund ertrunken - und das habe ihn auf die Idee gebracht, doch endlich einen vernünftigen, handlichen Schutz gegen solche Unfälle zu entwickeln. Das berichtet Tom Agapiades, Gründer des deutsch-amerikanischen Unternehmens Kingii. Gesagt, getan: Aus der Idee entstand ein ungewöhnliches Rettungssystem für Menschen, die sich im Wasser aufhalten. Statt sich mit einer Rettungsweste zu bekleiden, soll nach Ansicht von Kingii ein aufblasbarer Ballon reichen, verstaut in eine Art Handmanschette.

Konkret wird das Kingii - der Firmenname ist auch die Bezeichnung für das Produkt - am Arm befestigt. Kommt man in eine Notsituation, wird durch Betätigen eines Hebels das zusammengefaltete Luftkissen aufgeblasen; ein CO2-Zylinder sorgt dafür. Dieses Kissen soll Auftrieb geben, zusätzlich kann man sich mit dem anderen Arm wie an einer Boje festhalten. Eine Pfeife und ein Kompass sollen für zusätzliche Sicherheit sorgen.

Das System scheint auf großes Gefallen bei Crowdfunding-Investoren zu stoßen: Eine entsprechende Kampagne von Kingii auf Indiegogo brachte innerhalb von nur zwei Tagen mehr als 410.000 Dollar (Stand 1. Juli abends) ein - das ist das Sechsfache des Zielbetrags. Das Gerät selbst soll dann ab Mitte August erhältlich sein und zunächst knapp 70 US-Dollar kosten, später knapp 80 Dollar.

Als Einsatzgebiet denken die Kingii-Gründer unter anderem an Wassersportler wie Surfer und an Kinder, die unbeaufsichtigt im Meer oder in einem See schwimmen. Auch für Menschen, die Angst vor einem Krampf haben, soll Kingii Sicherheit bieten, meinen die Hersteller. Die Luft in dem aufblasbaren Kissen soll rund 40 Stunden halten.

Zum Kernteam des Start-Ups gehören neben Gründer Tom Agapiades unter anderem noch Mike Gyorfi, der sich früher mit Unterwasser-Robotern beschäftigte, und der Deutsche Michael Brendle, der für Logistik zuständig ist.

Kingii-Werbefilm auf YouTube:

Bilder oben: "Kingii"-System für den Arm / Bild beigestellt.