Indiana Jones, made in Austria

Zwei Österreicher suchen Goldschatz, Crowdfunding-Investoren und Sponsoren für eine Dokumentation

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Zwei Österreicher suchen Goldschatz, Crowdfunding-Investoren und Sponsoren für eine Dokumentation

Die Idee ist ebenso ungewöhnlich wie schlagzeilenträchtig: Zwei Österreicher wollen einen Schatz bergen, der vor einigen Jahren in den Rocky Mountains vergraben wurde. Dazu starten sie eine Online-Kampagne inklusive Crowdfunding, denn sie wollen das Ganze zu einer Video-Dokumentation verarbeiten.

Konkret interessieren sich Radiomoderator Bernhard Vosicky und Marketingexperte Richard Haderer bei ihrem "Projekt Silva" für die Bronzetruhe eines gewissen Herrn Forrest Fenn. Der gleichermaßen exzentrische wie reiche Amerikaner, der in Santa Fe eine Galerie besitzt, hat irgendwo in den Rockies eine Bronzetruhe mit Gold und Kunstfiguren versteckt, deren Gesamtwert zwischen einer und drei Millionen Dollar betragen soll. Nun haben sich Haderer und Vosicky das Ziel gesteckt, diese Truhe zu finden. Anhaltspunkte dafür gibt es von Herrn Fenn in Form von Gedichten und Büchern und in Interviews, die er ab und zu gibt.

Nicht nur die Truhe selbst lockt die beiden, auch die Aussicht, darüber eine witzige Doku zu drehen. Dafür braucht es aber Geld und so haben sie über die Crowdfunding-Plattform wemakeit, die seit kurzem in Österreich präsent ist, einen entsprechenden Aufruf gestartet. Genauer gesagt wollen sie 15.000 Euro als Mindestsumme einnehmen. Derzeit ist ein Drittel geschafft, Richard Haderer zeigt sich im Gespräch mit techzoom zuversichtlich: "Wir sind optimistisch, dass es sich ausgeht." Es bleiben noch rund 35 Tage, er könnte also recht haben.

Wie sieht der genaue Ablaufplan aus? Laut Haderer soll schon im Mai oder Juni der Drehbeginn in Europa erfolgen, dabei werden die Vorbereitungsarbeiten für die Expedition selbst gezeigt. Ende September soll diese dann in den USA starten. Mitnehmen werden die beiden selbsternannten Indiana-Jones-Nachfolger von ihren Crowdfunding-Helfern niemanden, es werde aber für alle Unterstützer "eine eigene Facebook-Gruppe gebe, wo wir gemeinsam rätseln und uns austauschen", sagt Haderer.

Neben Privatpersonen können sich auch Unternehmen an der Schatzsuche beteiligen. Dafür haben Haderer und Vosicky eigene Angebote parat: Für Sponsoren, von denen es insgesamt vier geben soll, gibt es um knapp 1300 Euro das Logo am Ende des Films, auf der Website und zudem auf DVD, Poster und anderem Präsentationsmaterial. Das Produzenten-Paket um rund 2500 Euro verspricht Firmen-Angabe vor dem Film und ein größeres Logo auf DVD, Poster sowie Website. Zudem könnte bei der Filmpremiere geworben werden.

Anbei ein "Werbevideo" für das Projekt Silva: