Schwierige Suche nach neuen Finanzquellen

Bankkredit - oder nix: Bei alternativer Finanzierung bleibt Österreich eine

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Bankkredit - oder nix: Bei alternativer Finanzierung bleibt Österreich eine Wüste

Crowdfunding ist in aller Munde, auch die Wirtschaftskammer will ja diese Variante der Finanzierung von Start-Ups aktiv fördern. Doch alternative Finanzierung über Online-Plattformen ist noch immer ein Nebenschauplatz für die Suche nach Geldquellen: Bescheidene 3,6 Millionen Euro wurden im Vorjahr über diese Variante lukriert, rechnet das Beratungsunternehmen Ernst & Young (kurz EY) vor.

Der für den Finanzbereich in Österreich zuständige EY-Geschäftsführer Georg Pföstl bezeichnet alternative Finanzierungsformen daher als "kleinen Nischenmarkt". Es werde sich in "absehbarer Zeit" nichts daran ändern. Im internationalen Vergleich sind das nicht gerade positive Signale für Österreich: Pro Kopf haben die Österreicher gerade mal 40 Cent für solche Projekte parat gehabt; im europäischen Schnitt waren es immerhin etwas mehr als fünf Euro, rechnet EY vor.

Eine Aussage von Pföstl zu alternativen Finanzierungsformen in Österreich bringt die Sache recht gut auf den Punkt: "Es braucht eine ausgewogene Balance zwischen unbürokratischem Investitionsspielraum und ausreichendem Schutz für Anleger." Genau da spießt es in Österreich: Unter Crowdfunding verstehen leider viele Start-Ups, sich sehr leicht Geld zu holen - dabei wäre es sogar für Kleinstanleger wichtig, eine gewisse Sicherheit oder zumindest Transparenz zu haben.

Bild oben: "Wüste in Dubai", von Peter Dowley, lizenzfrei nach Wiki Commons