Das verflixte zweite Jahr für Gründer

Insolvenzstatistik zeigt: Im zweiten Jahr wird es für Start-Ups mühsam

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Insolvenzstatistik zeigt: Im zweiten Jahr wird es für Start-Ups mühsam

Das zweite Jahr nach der Firmengründung ist laut Statistik das gefährlichste: In diesem Zeitram scheitern die meisten Firmen am ausbleibenden wirtschaftlichen Erfolg. Das zeigen die jüngsten Zahlen zu den Firmeninsolvenzen in Österreich im Vorjahr, die nun von Bisnode D&B, einem Anbieter von Wirtschafts- und Bonitätsinformationen, vorgelegt wurden. Jedes zehnte Jungunternehmen muss im zweiten Jahr aufgeben. Insgesamt zeigt sich hier aber ein positiver Trend: 2011 waren es noch rund 14 Prozent gewesen.

Generell waren die Firmeninsolvenzen in Österreich im Vorjahr rückläufig, heißt es seitens Bisnode. Insgesamt mussten rund 5.500 Unternehmen in Österreich Insolvenz anmelden, das war ein Minus von einem Prozent gegenüber 2013. Jedes hundertste Unternehmen hat im Vorjahr den Löffel abgegeben. Im Vergleich dazu ist die Zahl der Unternehmensgründungen mit rund 37.000 erfreulich, selbst wenn dahinter natürlich auch jede Menge selbstständiger Dienstleister wie Pflegekräfte enthalten sind. Die Zahl der "echten" Firmengründungen lagen bei rund 28.000 - siehe dazu unseren Artikel.

GesmbH gefährdet

Die meisten Insolvenzen entfielen im Vorjahr auf die Branchen Dienstleistung, Handel und Gewerbe. Überraschend stabil war die Baubranche, die nur für fünf Prozent der Firmenpleiten verantwortlich war. Sieht man sich die Rechtsform der insolventen Firmen an, so entfallen 55 Prozent der Konkurse auf nicht protokollierte Einzelfirmen. Bei den Kapitalgesellschaften haben GesmbHs eine überraschend hohe Insolvenzquote - das könnte die Debatte um die "GesmbH light" wieder entfachen.

Bisnode D&B ist ein Bonitätsdienstleister, das Kürzel D&B steht für Dun & Bradstreet; die schwedische Firmengruppe Bisnode tritt heute aber nur noch unter diesem Namen auf. Zur Gruppe gehört unter anderem auch die Firmendatenbank Hoppenstedt.