Gründer-Portrait: indoo.rs

Start-Up versorgt Kunden wie den Flughafen San Francisco mit Funksignalen.

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Start-Up versorgt Kunden wie den Flughafen San Francisco mit Funksignalen.

Wissen Sie, was Beacons sind? Nein? Das ist keine Schande, denn kaum jemand kennt die winzigen Funksender, die auf kurze Distanzen Bluetooth-Signale aussenden können. Damit können beispielsweise Handelsgeschäfte Kunden Nachrichten auf ihr Smartphone senden, sobald diese den Shop betreten. In der Praxis wird das unter anderem von Macy´s-Kaufhäusern in den USA bereits verwendet, um KundInnen auf aktuelle Angebote hinzuweisen. Voraussetzung ist, dass eine entsprechende App am Handy oder am Tablet installiert ist, die die Signale der Beacons (englisch für "Funkfeuer") empfangen können.

Ein junges Wiener Unternehmen zählt international zu den Vorreitern, was die Umsetzung der Beacons-Technologie in die Praxis betrifft: indoo.rs nennt sich das Unternehmen, das in einem Büro in Brunn/Gebirge außerhalb Wiens seinen Hauptstandort hat. Wie es sich für ein aufstrebendes Tech-Unternehmen gehört, gibt es zudem eine Außenstelle in - erraten! - Palo Alto.

indoo.rs-Gründer Bernd Gruber hat eine Vorzeigeprojekt, das die technische Kompetenz seines Teams beweist: Für den Flughafen San Francisco wurde eine Lösung entwickelt und in die Praxis umgesetzt, bei der blinden Menschen die Orientierung am Airport erleichtert wird: Mit Hilfe von Beacons, die an zentralen Plätzen befestigt wurden, und mit einer App wird ihnen mitgeteilt, wo sich der nächste Bankomat befindet, wo es Restaurants gibt und wo Taxis zu finden sind.

Prinzipiell ist indoo.rs auf Navigation innerhalb von Gebäuden spezialisiert; die Beacon-Technologie ist nur eine der Möglichkeiten, die von Gruber und CEO Hannes Stiebitzhofer genutzt wird. Das Unternehmen war 2010 gegründet worden und hat u.a. 2013 den Start-up-Award der Futurezone gewinnen können.