Ankündigungspolitik

Start-Ups sind in aller Munde und auch die Wirtschaftskammerpolitiker geben

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Start-Ups sind in aller Munde und auch die Wirtschaftskammerpolitiker geben gerne ihren Senf dazu.

Vor kurzem war es wieder soweit: Anlässlich eines Besuchs im Gründerzentrum von Frequentis haben Kammer-Präsident Christoph Leitl und der neue Wiener Kammer-Chef Walter Ruck ihre Unterstützung für junge Unternehmen kundgetan. "Es gilt jetzt Hürden abzubauen und den Weg für mehr Unternehmertum in Wien zu ebnen", sagte Ruck laut einer Kammer-Aussendung sogar. Nun gilt zwar gerade die Wirtschaftskammer nicht eben als blendendes Beispiel für Bürokratie-Abbau in Österreich, doch zumindest den guten Willen kann man den Kammerfunktionären nicht absprechen.

Ruck jedenfalls versprach bei besagtem Termin, sich für "mehr unternehmerische Freiheit" und "weniger Bürokratie" einzusetzen. Er hat etwa eine bessere Betreuung von Start-Ups durch die Wiener Wirtschaftskammer versprochen, gemeinsam mit der Plattform AustrianStartups soll es Workshops geben, um den Gründern unternehmerisches Wissen zu vermitteln. Gut, zunächst wird mal ein "Workshop-Konzept" erarbeitet, noch gibt es keine konkreten Angebote.

Die Start-Ups seien "Motor für Innovation und Wachstum", beeilte sich Christoph Leitl hinzuzufügen. Interessante Aussage, liegt doch der wirtschaftspolitische Fokus nicht selten auf größeren Unternehmen.

Das Start-Up-Center des Wiener High-Tech-Unternehmens Frequentis gibt es seit 2001, bisher haben rund 40 Unternehmen das Gründer-Zentrum als Basis genutzt. Die Überlebensquote dieser Start-Ups lag bei mehr als 80 Prozent, heißt es seitens Frequentis.

Bild oben (v.li.): Leitl, Frequentis-Chef Bardach, Ruck